[closed]in diesem fall ist die antwort: ja

  Startseite
    Wirres, Waschechtes & Wuchtiges
    Reviews aller Art
  Über...
  Kontakt
 



  Links
   liv
   ashi
   diegöre
   postblog
   supahanz
   skalesantje
   sternschwester
   vapour trail
   slowdance
   soma.fm
   hi-res
   laut





http://myblog.de/thesecrets

Gratis bloggen bei
myblog.de





Wirres, Waschechtes & Wuchtiges

teil 1

"es ist an der zeit, fenster zu schließen. vögel könnten sonst ein und aus fliegen. das wollen wir nicht mehr" natürlich hassen alle leute verschlüsselte, kryptische, ja, gar geheimnisvolle sätze oder botschaften. sie klingen immer aufgesetzt; als wolle man aus einer normelen, vielleicht aber nicht für jeden bestimmten, das kann schon sein, situation oder begebenheit etwas "größeres" oder "besonderes" machen. und nebenbei stellt man sich selbst noch als wissenden dar, jemand der den anderen etwas voraus hat, jemand, der bescheid weiß.
ich ging auf die straße und vergaß in meiner wut über dieses lächerliche prozedere und den fakt, dass ich es eben nicht verstand schnell die worte, die mir gesagt wurden.
der weg nach hause, die lange straße hinunter, an den vielen kleinen geschäften vorbei, die ständig pleite machen, die straße, welche ich nun schon seit meiner kindheit kenne und quasi täglich hinuntergehe.
die menschen die ich sah passten sich an den kalten wind an, die kalte luft, den atem der kondensiert, den klaren blauen himmel. und frierende mütter zerren kinder hinter sich her.
man sah pärchen eingehakt und in schwarz/weiße schäle eingewickelt. alle wollten sie nur nach hause, ins warme. ich nicht.
das rot der blätter schien sich in den gesichtern der frierenden wiederzufinden. es war kalt, doch idyllisch, es war herbst und doch frühling, vielleicht kein konventioneller frühling, es war ein frühling für mich. ich genoß schon mein leben lang die melancholie des herbstes; wenn sich komalitonen aus meinem jahrgang über das ende des sommers beschwerten, musste ich immer ein wenig griemen, mich auf die schönste aller jahreszeiten freuen, eben, den herbst.
auf meinem weg begleitet mich, so wie immer, wenn man es sich so überlegt, nur mein walkman mit den alten kassetten, die ich als junge vom radio auf band überspielte. besonders genoß ich die teils so unglaublich gerissenen cuts und übergänge, die man so mit einem kassetenspierer machen kann. diesen charme kann man einfach unmöglich mit einem dieser neuartigen, seelenlosen plastik-"mp3"-player vergleichen.


"vom jetztigen zeitpunkt aus betrachtet nervt mich diese gedaneknversunkenheit. mir sind die kleinigkeiten nicht aufgefallen, sie sind mir einfach nicht aufgefallen, nicht aufgefallen, nicht aufgefallen. genau die sachen, die sachen, die mich gewarnt hätten. hätte ich mich bloß mehr -"
"du sollst deine verfickte fresse halten!" ruft der wächter. und ich starre wieder aus meinem kleinen, vergitter fenster auf die wolken, hinter denen ich den mond durchschimmern zu glaube.


fortsetzung folgt.
23.8.06 22:37


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung